Käsekuchen - da scheiden sich die Geister. Mit Puddingpulver, ohne? Welcher Boden?
Die Zeit hat einen netten Bericht darüber geschrieben, dass es ihn,
den wahren Käsekuchen, mittlerweile sehr schwer in Konditoreien zu finden sei. Am Ende sind drei Rezepte angegeben, die lustigerweise nicht wirklich funktionieren lt. Leserkommentare. Na toll...
Der große Käsekuchenfan findet sich in mir nicht wirklich wieder. Ich bin zwar ganz begeistert vom
Ricotta-Käse-Kuchen vom Mälzer, so ganz ohne Boden, und auch von der
Käse-Sahne von Jutta (hier bisher nur der Anblick, ansonsten gekauft). Mehr aber auch nicht. Und der Boden??? Ah... blind Backen hört sich nach Arbeit an. Nu gut, ich hab mich dran gewagt.
Entschieden hab ich mich für einen einfachen Mürbeteig und für eine Käsefüllung ohne Pulver, total puristisch. An der letzteren muss ich aber noch feilen. Die war mir zu kompakt. Weniger Stärke oder steifgeschlagenes Eiweiß...
Hier lese ich, es ist auch entscheidend wie lange man den Quark abtropfen lässt.
Ihr seht schon, eine Kunst für sich. Umso mehr finde ich die Idee von Alice,
die gestern ebenfalls einen stinknormalen Käsekuchen gebacken hat (+ Facebookkommentare), daraus ein Event zu machen (bitte, bitte!). Viele Foodblogger ergeben viele Meinungen und daraus folgen viele fantastische Käsekuchen :-)
Käsekuchen mit Blaubeeren
Der Mürbeteig
Zutaten:
180 g Mehl
100 g Butter
60 g Zucker
20 g Milch
1 Prise Salz
1 Prise Zitronenschale (frisch oder getrocknet)
Die Zutaten gut verkneten und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Füllung
Zutaten:
500 gMagerquark
1/2 Päck.Vanillezucker
125 g Zucker (habe 110 g genommen)
125 g Butter
1/2 Prise Salz
35 g Speisestärke
3 Eier
1/2 Päck. Zitronenschale
Saft von 1 Zitronen (je nachdem wie zitronig man es mag)
Butter mit Zucker, Salz, Vanillezucker und
Zitronenschale schaumig rühren. Dann Eier, Speisestärke und Zitronensaft
hinzufügen und zu einer glatten Masse verarbeiten (Speisestärke sieben ist von Vorteil). Zuletzt den Quark unterheben.
Den kühlen Teig in die gefettete (je nach dem) Form einarbeiten und am Rand gut hochziehen und bei 165 ° kurz vorbacken (blind oder nicht blind ist jedem selbst überlassen). Dann die Füllung reingeben und bei 180 ° für ca. 60 Minuten weiterbacken.
Man kann ihn pur verzehren oder mit Puderzucker bestreuen oder wie hier anläßlich des Muttertags mit Blaubeeren besetzen und ebenfalls mit Puderzucker bestreuen. Meine Mutti ist da immer etwas wählerisch was Süßes angeht, da sie doch eher die Salzige ist, aber sie fand den Kuchen sehr lecker, nicht zu süß und erfrischend. Auch den Kontrast mit den fruchtigen Blaubeeren, sagten ihr zu. Puh... gut gemacht, also :-) obwohl die Blaubeeren beim Essen sich natürlich (runter)kugeln.
PS: Wie gesagt, der Teig fehlte mir an Fluffigkeit. Ich werde daran arbeiten :-)
Für die 4 Tartelettes von Tchibo waren Teig und Füllung zuviel. Ich habe dann aus dem Rest noch einen kleinen gebacken (Durchmesser ca. 18 cm).
Natürlich mache ich hiermit beim diesmal
Muttertags-Sonntagssüß mit:
hier oder
hier.
Euch allen noch einen tollen Restsonntag!!!
Ein bißchen mit Blaubeeren experimentiert -->